WCs werden unabhängig von der Bauweise in 3 Arten eingeteilt:
Tiefspüler
Sitzklo, bei dem die Ausscheidungen in das Wasser eines Siphons fallen, der sich unter dem Gesäß des Benutzers befindet. Dadurch ist die Geruchsentwicklung gering, das Wasser verhindert den Kontakt der Exkremente mit der Raumluft. Diese Form ist z.B. in Nordamerika und England üblich.
Flachspüler
Sitzklo, bei dem sich unter dem Gesäß des Benutzers eine Art Stufe befindet, auf die die Ausscheidungen fallen. Die Ausscheidungen verschwinden erst beim Spülen über einen Siphon in das Abwassersystem. So wird das Gesäß des Benutzers nicht mit Wasser bespritzt und es besteht die Möglichkeit, die Ausscheidungen in Augenschein zu nehmen. Dies ist dann sinnvoll, wenn man Kot auf Anzeichen krankhafter Veränderungen untersuchen möchte, z. B. Blut, Würmer und Konsistenz. Zudem erleichtert es das Entnehmen einer Stuhlprobe.
Ein Nachteil dieser Bauart ist neben der Geruchsentwicklung, dass der Kot die Stufe oft beschmutzt, was den Einsatz einer Toilettenbürste nötig macht. Dies lässt sich vermeiden, indem die Stufe vor dem Benutzen der Toilette mit Toilettenpapier ausgelegt wird.
Stehklos
in Asien, Südeuropa und islamischen Ländern verbreitet
Daneben unterteilt man je nach Bauart in Wand - WC und Stand - WC.
Sie sind bodenfrei und werden an der Wand befestigt. Dies hat den Vorteil, dass sich der Boden unter dem WC leichter reinigen lässt. Jedoch wird dazu ein Unterputzspülkasten (z.B. von Geberit) benötigt.
Diese Modelle werden auf dem Fußboden befestigt und haben oft einen Aufputzspülkasten, d.h. einen sichtbaren Spülkasten. Dies spart kosten und macht einen nachträglichen Umbau leichter.
Weitere Kriterien sind:
Muß der Ablauf waagrecht oder senkrecht sein? (bei Wand-WC ist der Ablauf immer waagrecht)
Möchte ich eine normale Bautiefe meiner Toilette oder eine kompakte (verkürzte) Ausführung?